erstellt von Stephan Waba für die Volkshochschule Floridsdorf

Zur Entstehung des Lernpfads ...

Zukunftsformen

Auch für die Zukunft existieren im Deutschen zwei Formen: das Futur I und das Futur II.

    Beispiel: Ich hoffe, dass ich die Fahrprüfung bestehen werde.

    Beispiel: Morgen um diese Zeit werde ich die Prüfung überstanden haben. Hoffentlich werde ich sie auch bestanden haben.

     

Das Futur I drückt aus, dass ein Ereignis in der Zukunft stattfindet.

Es wird gebildet aus dem Hilfsverb werden und dem Infinitiv des Vollverbs, also des Verbs, um das es im Satz eigentlich geht. Ähnlich wie das Perfekt und das Plusquamperfekt bildet auch das Futur I eine Satzklammer.

    Beispiel: Wir werden einen wunderschönen Urlaub verbringen. Am Wochenende wird die Sonne wieder scheinen.

Abgesehen davon kann man mit dem Futur I auch eine Vermutung oder Hoffnung ausdrücken.

    Beispiel: Wo ist Patrick? Der wird wohl gerade auf der Uni sein. Wenn Hans das Regal selbst zusammenbaut, wird es vermutlich nicht lange halten.

Mit dem Futur I kann man auch eine Aufforderung oder ein Verbot formulieren:

    Beispiel: Du wirst jetzt sofort deinen Spinat aufessen! Das wirst du sofort unterlassen!

 

Mit dem eher seltener verwendeten Futur II wird ausgedrückt, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft ein Ereignis bereits stattgefunden hat und beendet ist.

Das Futur II enthält eine dreiteilige Verbform. Das Vollverb steht hier im Partizip II und zum Hilfsverb werden gesellt sich entweder das Hilfsverb haben oder sein. Beide kennen wir schon aus dem Perfekt.

    Beispiel: Morgen um diese Zeit werde ich das Konzert bereits gegeben haben. Bis Weihnachten wird das alles vergessen sein.

Interaktive Quizzes dazu: ins Futur setzen | Vermutung, Drohung, Aufforderung