erstellt von Stephan Waba für die Volkshochschule Floridsdorf

Zur Entstehung des Lernpfads ...

Überblick

Nomen können in vier verschiedenen Kasus im Satz verwendet werden.

Die Tochter der Bäuerin

schenkt

ihrer Nachbarin

eine versilberte Teekanne.

Subjekt (Nominativ und Genitiv)

Prädikat

Objekt (Dativ)

Objekt (Akkusativ)

 

 

 

Dieses Beispiel zeigt, dass die Kasus viele Satzglieder erst unterscheidbar machen.

  • Der Nominativ hebt stets das Subjekt hervor. Jeder Satz hat nur ein Subjekt. Da man die Satzglieder im Deutschen relativ frei anordnen kann, ist das Subjekt dank des Nominativ immer leicht zu erkennen.
  • Der Genitiv zeigt Besitzverhältnisse an. Im  Beispielsatz oben „gehört“ die Tochter sozusagen der Bäuerin. Ähnliche Konstruktionen wären „das Buch des Lehrers“ (maskulin) oder „das Spielzeug des Kindes“ (neutrum).
  • Dativ und Akkusativ drücken eine Gegensätzlichkeit aus, die in unterschiedlichen Sätzen unterschiedlich aussehen kann. Im Beispielsatz wird die Person, die die Teekanne bekommt, von Objekt (der Teekanne) unterschieden. Ein weiteres Grammatikkapitel, in dem die Unterscheidung von Dativ und Akkusativ eine wichtige Rolle spielt, sind die Lokalpräpositionen. Man kann damit die Bewegung („Ich setze mich auf den Stuhl“: Wohin? Akkusativ) von der Ruheposition („Ich sitze auf dem Stuhl“: Wo? Dativ) unterscheidbar machen.

 

Die vier Kasus im Überblick

 

maskulin

feminin

neutrum

Fragewörter

Nominativ

der Hund

die Treppe

das Bein

Wer oder Was?

Genitiv

des Hundes

der Treppe

des Beines

Wessen?

Dativ

dem Hund

der Treppe

dem Bein

Wem?

Akkusativ

den Hund

die Treppe

das Bein

Wen oder Was?

 

Interaktive Quizzes dazu: Kasus einsetzen 1 | 2