erstellt von Stephan Waba für die Volkshochschule Floridsdorf

Zur Entstehung des Lernpfads ...

Präposition

Die Präposition bezeichnet Verhältnisse zwischen Personen und Sachen und ist damit sozusagen der Kleber, der verschiedenste Wörter in einem Satz zusammen hält.

Präpositionen sind unflektierbar; sie sind nicht veränderlich.

    Beispiel: Der Stadtteil Buda befindet sich jenseits der Donau. Nach dem Abendessen besuche ich noch schnell Brigitte.

 

Präpositionen können unterschiedlichste Verhältnisse ausdrücken.

Sie müssen die Namen dieser Präpositionen nur wissen, wenn Ihnen z.B. im Rahmen von Fremdsprachenunterricht Übungen oder Erklärungen zur Sprachbetrachtung unterkommen. Sonst genügt es, wenn Sie die Wörter richtig verwenden.

  • kausale (begründende) Präpositionen: z.B. angesichts, anlässlich, auf Grund, dank, durch, für, kraft, laut, mangels, trotz, unbeschadet, ungeachtet, wegen, zu bzw. zufolge.
  • Beispiel: Der Skifahrer konnte auf Grund seiner Verletzung nicht an den Start gehen.

  • lokale (örtliche) Präpositionen: z.B. ab, an, auf, aus, bei, durch, entlang, gegenüber, hinter, in, nach, nahe, neben, oberhalb, seitlich, über, um, unter, von, vor, zu, oder zwischen.
  • Beispiel: Die nächste Apotheke befindet sich gegenüber des Rathauses.

  • modale (die Art und Weise kennzeichnende) Präpositionen: z.B. abzüglich, ausschließlich, außer, einschließlich, entgegen, gegen, mit, mittels, ohne, statt, wider oder zu.
  • Beispiel: Sabine hört ausschließlich klassische Musik; für Pop und Rock kann sie sich nicht begeistern.

  • temporale (die Zeit kennzeichnende) Präpositionen: z.B. ab, an, binnen, bis, für, in, mit, nach, seit, um, von, vor, während bzw. um.
  • Beispiel: Der ausständige Betrag ist binnen einer Woche zu bezahlen.

 

Präpositionen bestimmen den Kasus eines darauf folgenden deklinierbaren Wortes.

Manche Präpositionen fordern nur einen Kasus.

    Beispiel: Wir spielen mit unserem Vater (mit + Dativ) Monopoly. Wir spielen nie ohne unseren Vater (ohne + Akkusativ) Monopoly.

Andere Präpositionen fordern je nach Verwendung den Dativ oder den Akkusativ.

    Beispiel: Wann fährst du heute in die Schule? (Wohin? Akkusativ) Ist Monika schon in der Schule? (Wo? Dativ)

Tipp: Speziell auf Präpositionen, die den Genitiv verlangen, sollten Sie aufpassen. Diese werden oft fälschlicherweise mit dem Dativ verwendet.

    Beispiel: Heute fällt die Schule wegen des starken Schneefalls aus. (nicht: ... wegen dem starken Schneefall.)

Interaktives Quiz dazu: Präpositionen einsetzen