erstellt von Stephan Waba für die Volkshochschule Floridsdorf

Zur Entstehung des Lernpfads ...

Konjunktion

Konjunktionen verbinden Wörter, Wortgruppen oder Sätze miteinander.

Konjunktionen sind unflektierbar; sie sind nicht veränderlich.

    Beispiel: Ich spiele Klavier und Barbara singt dazu. Mein Vater geht schon schlafen, weil er morgen früh zur Arbeit muss.

 

Je nach Absicht unterscheidet man eine Reihe von Konjunktionen.

Sie müssen die Namen dieser Konjunktionen nur wissen, wenn Ihnen z.B. im Rahmen von Fremdsprachenunterricht Übungen oder Erklärungen zur Sprachbetrachtung unterkommen. Sonst genügt es, wenn Sie die Wörter richtig verwenden.

  • Kopulative Konjunktionen reihen Sätze oder Satzteile aneinander: und, ach, außerdem, desgleichen, ebenfalls, ferner oder schließlich.
  • Disjunktive Konjunktionen schließen Satzteile aus: entweder - oder, oder.
  • Restriktive Konjunktionen wirken einschränkend: aber, allein, nur, sondern, jedoch, wohingegen, sofern bzw. soweit.
  • Adversative Konjunktionen stellen Satzteile entgegen: aber, sondern, vielmehr, dagegen, doch, dennoch oder wogegen.
  • Negierende Konjunktionen verneinen Satzteile: ohne dass, anstatt dass, geschweige denn oder nicht - sondern.
  • Kausale Konjunktionen geben Begründungen an: denn, weil, obwohl, da, dass bzw. nämlich.
  • Konditionale Konjunktionen legen Bedingungen fest: wenn, falls, sofern, andernfalls und sonst.
  • Konzessive Konjunktionen wirken einräumend: zwar - aber, trotzdem, obgleich, obwohl, wenngleich oder wenn - aber.
  • Finale Konjunktionen zeigen einen Zweck an: darum, dazu, damit bzw. dass.
  • Komparative Konjunktionen stellen Vergleiche an: wie, als, ob, als wenn und genauso.
  • Modale Konjunktionen zeigen eine Art und Weise auf, wie etwas geschieht: indem bzw. als ob.
  • Instrumentale Konjunktionen zeigen verwendete Mittel an: damit, dadurch und indem.
  • Proportionale Konjunktionen zeigen Verhältnisse an: um so, desto oder je - desto.
  • Temporale Konjunktionen geben Zeitverhältnisse an: während, nachdem, seitdem bzw. bis.
  • Manche Konjunktionen drücken lediglich grammatische Beziehungen aus und haben keine weitere Bedeutung: dass (in allgemeinen Nebensätzen) und ob (in indirekten Fragesätzen).

 

Verwendet man Konjunktionen, muss man auf die Stellung des Verbs achten.

Handelt es sich um eine echte Konjunktion, die Haupt- und Teilsätze miteinander verbindet, so bleibt das Verb an der gewohnten zweiten Stelle.

    Beispiel: Er spielt Geige und ich blase die Flöte. Er kam durchnässt nach Hause, denn es regnete stark.

Die meisten der oben genannten Wörter sind allerdings Nebensatzkonjunktionen (Subjunktionen), die einen Haupt- mit einem abhängigen Nebensatz verbinden. Dies lässt sich leicht an der Endstellung des Verbs erkennen:

    Beispiel: Er kam durchnässt nach Hause, weil es stark regnete. (nicht: ..., weil es regnete stark.)

Interaktives Quiz dazu: Konjunktionen zuordnen