erstellt von Stephan Waba für die Volkshochschule Floridsdorf

Zur Entstehung des Lernpfads ...

Glossar

Glossar

Hier finden Sie kurze Erklärungen zu allen Fachwörtern, die in diesem LernPfad vorkommen. Manche dieser Wörter sind verlinkt. Wenn Sie darauf klicken, gelangen Sie sofort zum dazu gehörigen Kapitel.

* = das Sternchen zeigt in der Sprachwissenschaft an, dass ein Satz grammatikalisch nicht korrekt ist

Adjektiv = Eigenschaftswort wie groß, schön oder interessant

Adverb = Umstandswort wie damals, gern oder mittags

Adverbiale = Ergänzung (z.B. Zeitergänzung “Ich habe sie gestern gesehen.” oder Ortsergänzung “Wir sind noch in der Schule.”)

Akkusativ = vierter Fall

Apposition = Beifügung, die ähnlich wie ein Relativsatz das vorangegangene Nomen näher beschreibt (Beispiel: Mein Freund, ein begeisterter Briefmarkensammler, hat schon fünf Alben mit Marken.)

Artikel = Begleiter des Nomens (z.B. der, dieser, ein oder mein)

Aufforderungssatz = drückt einen Befehl, eine Bitte oder einen Wunsch aus und endet üblicherweise mit einem Rufzeichen

Aussagesatz = drückt eine Aussage, einen Sachverhalt aus und endet normalerweise mit einem Punkt

Dativ = dritter Fall

deklinieren = Wörter, die man dekliniert (Nomen, Adjektive) passt man an einen bestimmten Kasus an

Diphthong = Zwielaut wie ie, ei, oder au

Entscheidungsfrage = Fragetyp, auf den man nur mit Ja oder Nein antworten kann (z.B. “Kommst du mich am Wochenende besuchen?”)

feminin = grammatikalisches weibliches Geschlecht, z.B. die Frau, aber die Musik

flektieren = flektierbare Wörter wie Nomen, Verben oder Adjektive können abgewandelt und so an verschiedene Personen, Kasus oder Zahlen angepasst werden

Futur I = Zukunft (z.B. es wird passieren, ich werde singen)

Futur II = vollendete Zukunft (z.B. es wird passiert sein, ich werde gesungen haben)

Genitiv = zweiter Fall

Genus = grammatikalisches Geschlecht (maskulin, feminin, neutrum)

Hauptsatz = Grundform eines Satzes; bestehend normalerweise aus einem Subjekt, einem Prädikat und einem oder mehreren Objekten oder Adverbialen

Hilfsverb = Verb, das verwendet wird, um grammatikalische Strukturen anzuzeigen (z.B. zeigt das Verb haben im folgenden Satz das Perfekt an: Wir haben lange gearbeitet.)

Indikativ = (im Gegensatz zum Konjunktiv I oder II) Wirklichkeitsform wie ich bin, du gehst, er hat

Infinitiv = Nennform eines Verbs (z.B. machen und nicht er macht)

Kasus = Fall: Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ

Komma = Beistrich

Komparativ = erste Steigerungsform eines Adjektivs (schöner, größer)

konjugieren = wenn man ein Verb konjugiert, passt man es an die jeweilige Person, die in einem bestimmten Satz verlangt wird, an (z.B. ich mache, aber wir machen)

Konjunktion = Bindewort wie und, weil oder während

Konjunktiv I = (im Gegensatz zum Indikativ) Möglichkeitsform der indirekten Rede wie ich sei, du gehest, er habe

Konjunktiv II = (im Gegensatz zum Indikativ) Möglichkeitsform der Irrealität wie ich wäre, du gingest, er hätte

Konsonant = Mitlaut wie g, n oder r

Lokalpräposition = ortsbezogenes Vorwort wie über, neben oder in

maskulin = grammatikalisches männliches Geschlecht, z.B. der Mann, aber auch der Tisch

Morphologie = Gebiet der Sprachwissenschaft, das sich mit der Erforschung der Struktur von Wörtern und der Wortbildung befasst

Nebensatz = von einem Hauptsatz abhängiger Satz, dessen Prädikat am Schluss steht

neutrum = grammatikalisches sächliches Geschlecht, z.B. das Kind, aber auch das Wasser

Nomen = Hauptwort wie Tisch, Tier oder Flasche

Nominativ = erster Fall

nominalisieren = ein Wort einer anderen Wortkategorie hauptwörtlich gebrauchen (z.B. das Laufen oder die Schönheit)

Numerus = Ein- oder Mehrzahl (Singular, Plural)

Objekt = Satzglied im Dativ oder Akkusativ (Ziel der Handlung des Prädikats)

Partizip I = Verbform, die verwendet wird, um aus einem Verb ein Adjektiv zu bilden (z.B. der Fahrrad fahrende Mann, die Klavier spielende Frau, das singende Kind)

Partizip II = Verbform, die im Perfekt oder im Passiv verwendet wird (z.B. gefahren, eingekauft, funktioniert)

Perfekt = Vergangenheit (z.B. ich habe gemacht, du hast geschrieben)

Personalform = konjugierte Form des Verbs

Personalpronomen = persönliches Fürwort wie ich, sie oder wir

Plural = Mehrzahl (z.B. zwei Kinder)

Plusquamperfekt = Vorvergangenheit (z.B. ich hatte gemacht, du hattest geschrieben)

Positiv = Grundform eines Adjektivs (schön, groß)

Prädikat = Satzglied, das die Personalform des Verbs enthält (Satzaussage)

Präposition = Vorwort wie für, mit oder wegen

Präpositionalbestimmung = Erweiterung eines Nomens durch eine Präposition (z.B. in der Bibliothek oder nach der Schule)

Präsens = Gegenwart (z.B. ich mache, du schreibst)

Präteritum = Mitvergangenheit, auch “Imperfekt” genannt (z.B. ich machte, du schriebst, er fuhr)

Pronomen = Fürwort, das Nomen oder Satzteile ersetzen kann (z.B. An ihn habe ich gar nicht gedacht.)

Relativsatz = Nebensatz, der zusätzliche Informationen zu einem Nomen oder einem Hauptsatz liefert (z.B. “Siehst du den Mann, der gerade herein gekommen ist?”)

Satzklammer = ein mehrteiliges Prädikat schließt die Objekte und Adverbialen des Satzes ein (z.B. Mein Vater hat mir gestern ein Fahrrad geschenkt.)

Singular = Einzahl (z.B. ein Kind)

Subjekt = Satzglied im Nominativ (Satzgegenstand)

Subjunktion = Konjunktion, die einen Haupt- mit einem abhängigen Nebensatz verbindet

Superlativ = zweite Steigerungsform eines Adjektivs (am schönsten, am größten)

Syntax = Satzlehre

Tempus = Zeitform wie Präsens, Perfekt oder Futur II

Umlaut = erhöhte Formen der Vokale a, o und u (ä, ö und ü)

Valenz = “Wertigkeit” eines Verbs; das heißt, wie viele und welche Satzglieder es verlangt

Verb = Zeitwort wie fahren, lernen oder spielen

Verbstamm = Teil des Verbs, der bei Konjugationen von regelmäßigen Verben unverändert bleibt (z.B. machen, du machst, wir machten, gemacht)

Vokal = Selbstlaut wie a, e, i, o oder u

Zitat = Textstelle, die von einer anderen Person (Interview, Gespräch, aber auch Buch) übernommen wurde und in der eigenen Arbeit verwendet wird